Wie User sich vor E-Mail Werbung schützen können

Mehr als 80 Prozent aller weltweit verschickten E-Mails sind Spams. Diese nerven viele Internetuser gewaltig. Schließlich müssen Sie tagtäglich aus ihrem Postfach die unerwünschten E-Mails herausfiltern. Wird die Spam-Flut zu groß, kann es auch schnell passieren, dass ausversehen auch eine wichtige E-Mail gelöscht wird. Einige Programme können aber helfen, die Spam-Flut zu minimieren. Komplett der E-Mail-Werbung zu entkommen, ist bislang jedoch noch nicht möglich.

Das Google-Tool zur Bekämpfung der Spam-Flut

Anfang 2011 hat Google ein Tool herausgebracht, mit der Internetuser die Flut an Werbung reduzieren können. Mit dem Open-Source-Programm „Keep My Opt-Outs“ können Internetuser bei einigen Werbeanbietern automatisch angeben, dass Sie keine personalisierte Werbung wollen. Die Unternehmen setzen dann ein Cookie und verhindern so, dass der User weitere Werbung empfängt. Die Chrom-Erweiterung von Google speichert diese Cookies. So wird verhindert, dass die Cookies gelöscht werden und der User wieder mit Werbung konfrontiert wird. So können Sie das Tracking dauerhaft unterbinden. Jedoch hat die Freeware einen Haken: Nur wenn die Werbeanbieter mit den Usern kooperieren, stoppt das Tracking. Gegen Werbenetzwerke, die gegen die Regeln verstoßen und den Wünschen der Internetuser nicht nachgehen, kann das Tool nichts ausrichten.

Firefox 4 gegen unerwünschte Werbung

Mozilla hat ebenfalls ein Programm entwickelt, dass wie „Keep My Opt-Outs“ Werbenetzwerken anzeigen soll, dass der jeweilige User keine Werbung wünscht. Mozilla hat Firefox 4 mit diesem Tool ausgerüstet. Mit der „Do-Not-Track-Funktion“ sollen die User der neuen Firefox-Version verhindern können, dass sie von Werbeanbietern erkannt werden und so in das Werbenetzwerk aufgenommen werden. Aktiviert der User diese Antitracking-Funktion, sendet Firefox bei jeder Anfrage einen „Do-Not-Track-HTTP-Header“ an den jeweiligen Server. Ob das Werbenetzwerk diese Aufforderung befolgt, bleibt ihm jedoch selbst überlassen. Wie Google setzt also auch Mozilla auf die Kooperation der Werbeunternehmen.

FairUCE reduziert die Spams

Dank der Spam-Funktion werden potenzielle Werbe-E-Mails von wichtigen Nachrichten getrennt. Doch auch im Spam-Ordner können sich wichtige E-Mails ansammeln, die der User selbst erkennen muss. Je voller der Spam-Ordner ist, desto zeitaufwendiger ist das Aussieben der E-Mails. Das Programm „FairUCE“ soll die Spam-Flut reduzieren. Es erkennt, ob eine Spam-E-Mail von einem gefälschten Absender verschickt wurde. Wird ein Absender falsifiziert, wird seine gesendete E-Nachricht automatisch zurückgesendet. Dieses Programm kann die Flut von Spams erheblich minimieren, doch Werbung, die mit einem echten Absender versehen wurde, kann nicht herausgefiltert werden. Ganz gegen Werbe-E-Mails können sich die Internetuser also bisher noch nicht wehren.

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