Gesetze im Internet: Wenn Kinder auf kostenpflichtige Seiten gelangen

Selbst für Erwachsene sind kostenpflichtige Internetseiten oft nur schwer zu erkennen. Es ist nicht selten, dass Kinder, die mit den Gefahren des Internets wesentlich sorgloser umgehen, bewusst oder unbewusst Verträge im Internet abschließen. Dank den in Deutschland geltenden Internetgesetzen sind Eltern aber in den meisten Fällen nicht dazu verpflichtet, für die Kosten aufzukommen.

Gesetze, die Käufe von Kindern regeln

Kinder unter sieben Jahren dürfen nach dem Jugendschutzgesetz keinerlei Einkäufe tätigen. Ist Ihr Kleinkind auf eine kostenpflichtige Seite gestoßen, ist der Vertrag damit ungültig und Sie müssen sogar für kleinere Beträge nicht aufkommen.  Kinder zwischen 7 und 14 Jahren dürfen ausschließlich Käufe tätigen, die dem kleinen alltäglichen Gebrauch dienen, zum Beispiel eine Packung Kaugummi. Da Käufe über das Internet juristisch nicht als alltäglich angesehen werden, müssen Eltern auch für Kosten, die von Kindern bis zu 14 Jahren entstanden sind, in der Regel nicht aufkommen. Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren gelten im Internet als gewerbsfähige Kunden, jedoch dürfen sie nur Geld im Rahmen Ihres eigenen Einkommens ausgeben. Die Kosten müssen als im Rahmen eines typischen Taschengeldes liegen. Fällt Ihr Kind auf eine Abofalle herein, die Kosten im dreistelligen Bereich verursacht, müssen Eltern in der Regel nicht zahlen.

Jugendschutz-Richtlinien beim Online-Glücksspiel

Schon allein aufgrund der gesetzlichen Altersregelung zur Erwerbsfähigkeit dürfen Kinder bis zu 14 Jahren an Glücksspielen mit Geldeinsätzen nicht teilnehmen. Nach dem Paragraphen 6 im Jugendschutzgesetz dürfen auch bis zu 18-jährige Kinder keine Casino Spielen mit Geldeinsätzen spielen. Dieses Gesetz gilt auch für das Internet. Kinder dürfen im Internet ausschließlich Glückspiele spielen, die keine Einsätze erfordern. Unter de.Casinotoplists.com werden neben echten Glücksspielen auch Casino Spiele angeboten, die keine Kosten verursachen. Darunter befindet sich beispielsweise virtuelles Caribean Poker oder Online Roulette. Trotz des Glückspielverbotes für Minderjährige ist das Internetglücksspiel unter Jugendlichen sehr beliebt. Denn im Gegensatz zur Spielhalle wird das Alter meist nicht kontrolliert. Schnell kann es passieren, dass Jugendliche Geld verspielen, das Sie nicht besitzen. Um Ärger zu vermeiden, sollten Eltern das Internet für Ihre Kinder deshalb so sicher wie möglich machen.

Bild: panthermedia.net Meseritsch Herby