Mit Hilfe der Halbwertszeit das Alter von Erz bestimmen

Das Alter von Menschen und Tieren lässt sich anhand einiger Merkmale leicht bestimmen und meist können wir schon anhand des Aussehens abschätzen, wie alt ein Mensch in etwa ist. Das Alter von Gesteinsschichten lässt sich jedoch nicht mit dem bloßen Auge bestimmten. Mit Hilfe der Halbwertszeit und bestimmten Messmethoden können Wissenschaftler das Alter jedoch ermitteln.

Was ist die Halbwertszeit?

Von der Halbwertszeit spricht man, wenn die Rede von radioaktiven Stoffen oder instabilen Elementarteilchen ist. Die Halbwertszeit ist die Zeit, in der die Hälfte der Atome des Elements oder der Teilchen zerfallen sind. Die Halbwertszeit jedes Atoms ist eine feststehende Größe. Wissenschaftler haben in einer Liste der Isotope aller chemischen Elemente, die bekannt sind die Halbwertszeiten zusammen getragen.

Wie bestimme ich das Alter von Gesteinen mit der Halbwertszeit?

Mit Hilfe der Halbwertszeit lässt sich das Alter von Gestein und Gesteinsschichten ermitteln. Vor etwa sechs Millionen Jahren entstanden die Elemente. Die Radioaktivität der Mutternuklide nimmt unter der Bildung von Tochternukliden ständig ab. Da diese Abnahme laut des Zerfallsgesetzes exponentiell ist, kann das Alter bestimmt werden. Dies macht sich zum Beispiel die Radiokohlenstoffdatierung zu Nutze. Das Alter von kohlenstoffhaltigen organischen Materialien wird so festgelegt. Denn in abgestorbenen Organismen nimmt die Menge an gebundenen radioaktiven Kohlenstoffatomen gemäß dem Zerfallsgesetz ab. Anwendung findet diese Methode zum Beispiel in der archäologischen Altersbestimmung. Auch das Alter des Gesteins im Erzgebirge kann auf diese Weise festgelegt werden.

Bild: Hans-Christian Hein / pixelio.de